Meine Bestimmung in drei Worten: Kreative, Bloggerin, Frau
Es gibt Momente, da hält einem das Leben einen Spiegel hin – und man erkennt sich selbst darin. Nicht verzerrt. Nicht angepasst. Sondern echt.
So ging es mir, als ich im Rahmen des VIB-Programms von Judith Peters gebeten wurde, drei Worte für mich selbst zu finden. Nicht für das, was ich tue. Sondern für das, was ich bin.
Die drei Begriffe, die sofort da waren, ohne Zögern, ohne Wenn und Aber, lauteten:
Kreative. Bloggerin. Frau.
Und ich wusste: Das bin ich. Ganz und gar.
Vielleicht möchtest du beim Lesen auch einmal innehalten und dich selbst fragen: Welche drei Begriffe beschreiben dich – nicht im Außen, sondern im Innersten? Was wäre da? Und wie fühlt es sich an, diese drei Worte laut auszusprechen?
Ich nehme dich jetzt mit auf eine kleine Reise durch meine drei Rollen. Oder besser: durch drei Facetten meiner Bestimmung. Vielleicht findest du dich darin wieder. Vielleicht regt es dich an, deine eigenen Facetten neu zu entdecken.
1. 👩🏻🎨 Ich bin Kreative
Fantasie war für mich nie Flucht. Sie war Heimat.
Schon als Kind habe ich Geschichten und Märchen geliebt. Habe mich mit Hänsel und Gretel im dunklen Wald gefürchtet oder mit Winnie Puh heimlich vom Honig genascht. Später habe ich mit Hanni und Nanni Streiche im Internat gespielt und wilde Abenteuer mit Lederstrumpf und Winnetou erlebt. Diese Geschichten waren oft heller und lebendiger als die Wirklichkeit. Natürlich gab es auch Geschichten mit Dunkelheit, Ängste, Verluste. Aber auch Mut, Hoffnung und Lösungen spielten eine große Rolle. So habe ich schon sehr früh die unterschiedlichsten Emotionen entdeckt.
Mein Drang zu zeichnen und zu malen hatte ich auch schon als Kind. Ich weiß aber auch noch, wie frustrierend es war, wenn meine Zeichnungen nicht so aussahen wie in meinem Kopf.
Ich dachte: Ich bin nicht gut genug.
Mir fehlt das Talent.
Und: Ohne Talent ist man keine richtige Künstlerin.
Was für ein destruktiver Glaubenssatz.
Heute weiß ich: Das ist völliger Bullshit.
Kreativität braucht kein Talent. Sie braucht Neugier, Freude – und Erlaubnis.
Die Erlaubnis, zu scheitern. Die Erlaubnis, Neues auszuprobieren. Die Erlaubnis, nicht perfekt zu sein.
Wenn man etwas mit Spaß macht, beschäftigt man sich öfter damit. Und wer dranbleibt, wird automatisch besser. So einfach. So kraftvoll.
In meinen Workshops – ob Airbrush, Zeichnen oder Mixed Media – vermittle ich genau das:
Kreativität als Weg. Nicht als Leistung.
Ich begleite Anfänger auf ihrer kreativen Reise und freue mich jedes Mal, wenn jemand mit leuchtenden Augen sein fertiges Werk in den Händen hält – und sagt: „Das habe ich wirklich selbst gemacht?!“
Denn ja – Kreativität steckt in uns allen.
Sie ist nicht das Ziel. Sie ist der Schlüssel.
2. 📓 Ich bin Bloggerin
Schreiben war für mich immer mehr als Worte auf Papier. Es ist ein innerer Dialog. Ein Klärungsprozess. Eine Entdeckungsreise.
Wenn ich schreibe, ordne ich Gedanken, strukturiere Gefühle, finde Klarheit. Mein Blog ist meine Spielwiese. Hier darf ich ausprobieren, reflektieren, mich austoben – und inspirieren.
Ich schreibe über das kreative Leben, über Kunst, über meine Fantasieprojekte – wie meinen Urban-Fantasy-Roman, der in Ostfriesland spielt.
Auch das ist für mich Schreiben: Fantasie in die Welt bringen. Neue Realitäten erschaffen. Geschichten erzählen, die berühren dürfen.
Und das Schöne am Bloggen ist: Ich schreibe nicht nur für mich.
Ich schreibe mitten hinein in die Welt – in der Hoffnung, andere zu erreichen.
Vielleicht erkennst du dich in meinen Worten. Vielleicht geben sie dir Mut oder ein Lächeln. Dann hat sich das Schreiben schon gelohnt.
3. 🙋🏻♀️ Ich bin Frau
Weiblichkeit ist nicht immer leicht gewesen.
Ich bin in einer Welt groß geworden, in der Mädchen still, brav und ordentlich sein sollten.
Ich habe gelernt, lieb zu sein, nicht laut, nicht unbequem. Und irgendwie klang das alles danach, nicht ich selbst zu sein.
Wie oft habe ich mir gewünscht, ein Junge zu sein – frei, wild, laut, selbstbewusst.
Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe:
Ich darf laut sein. Ich darf unordentlich sein. Ich darf widersprechen. Ich darf ich sein.
Ich muss nicht stark im Aushalten sein. Ich darf auch stark sein im Einfordern.
Meine Wünsche, meine Bedürfnisse – sie zählen.
Mit dieser Erkenntnis kam etwas anderes zurück:
Vertrauen in meine weibliche Intuition.
In dieses tiefe, sanfte Wissen, das unter der Oberfläche liegt.
In diese kraftvolle, heilsame, kreative Urenergie, die durch uns Frauen fließt.
Für mich ist Weiblichkeit heute kein Käfig mehr. Sie ist ein innerer Raum voller Empathie, Fantasie, Vertrauen und Inspiration. Und sie ist ein Geschenk, das ich inzwischen mit offenen Armen annehme.
Fazit: ✨ Drei Worte – ein Weg
Kreative. Bloggerin. Frau.
Drei Worte, die wie Leuchttürme sind. Sie zeigen mir, wo ich herkomme. Sie leuchten mir den Weg. Und sie erinnern mich daran, wer ich wirklich bin.
Manchmal denke ich, dass das Leben wie ein Mosaik ist. Jedes Stück für sich genommen wirkt vielleicht unfertig oder schief. Aber aus der richtigen Perspektive ergibt sich ein Bild – und dieses Bild erzählt deine Geschichte.
Was sind deine drei Begriffe? Was macht dich aus, in deinem Kern? Ich lade dich ein, sie aufzuschreiben – oder sie mit mir zu teilen. Denn in deinen Worten liegt vielleicht ein Stück deiner Bestimmung.
